Mittwoch, 16. September 2015

What goes around comes back around

Kopflos. Habt ihr schon mal darauf geachtet, wann ihr alles ausgeblendet und an nichts mehr gedacht habt? Unser Kopf arbeitet rund um die Uhr und gönnt sich keine Pause. Selbst wenn wir schlafen, arbeitet er weiter, weil er das Geschehene verarbeiten möchte. Während unser Körper und unsere Seele sich in der Nacht zur Ruhe setzen können, gibt es da immer einen, der gerne Überstunden macht. Aber was geschieht eigentlich mit unserem Körper und mit unserer Seele, wenn dieser eine - unser Kopf - auch mal Urlaub nehmen will? Was geschieht dann mit uns? Was sollen wir dann bloß ohne ihn machen? 

Die Wahrheit ist: Dann gibt es ein großes Durcheinander und keiner findet den richtigen Weg nach Rom. Unser Kopf hätte alles dafür getan, um uns den richtigen bzw. den kürzesten Weg nach Rom herauszusuchen. Da der Rest nie selbstständig denken konnte, werden sie den Weg wahrscheinlich niemals finden.

Ohne unseren Kopf verlieren wir die Kontrolle und fangen an, Unsinn zu machen und halten diesen auch noch für richtig. Aber was ist denn, wenn dieser Unsinn unser wahres ICH ist und unser Kopf alles dafür getan hat, um uns die Wahrheit über uns zu verheimlichen? Was ist denn, wenn unser Kopf von Anfang an wusste, dass dieser Unsinn uns nur zerstören würde und deswegen alles dafür getan hat, damit es nicht ans Tageslicht kommt? 

Manchmal hilft es, sich etwas vorzumachen, statt der Wahrheit nackt ins Gesicht zu schauen. Nicht jeder erträgt die nackte Wahrheit. Nicht jeder ist und wird je bereit für die Wahrheit sein. Manchmal ist die Welt, die man sich zusammen gestellt hat, der beste Ort, um diesen ganzen Unsinn zu entfliehen und ein besseres Leben zu führen. Aber denkt immer daran:

What goes around comes back around.

Freitag, 11. September 2015

Black-ish Friday: Black or White

Black-ish Friday. Die meist gestellte Frage in meinem Leben. Egal ob in der Liebe, in der Freundschaft oder im Alltag, diese Frage wurde mir schon oft gestellt und heute möchte ich mit euch darüber reden.

"Hast du dir mal vorgestellt wie es wäre, weiß zu sein?". Nein, ist mir noch nie in den Sinn gekommen. Hast du dir schon mal vorgestellt, eine Kuh zu sein? Wahrscheinlich nicht, oder? Ich bin Dunkelhäutig und mag meine Hautfarbe sehr und kann mir überhaupt nicht vorstellen, eine andere Hautfarbe zu haben. Als Kind habe ich mich jedoch neutral gesehen, das heißt: Ich habe keinen Unterschied zwischen mir und meinen Freunden gesehen. Damals war es egal, dass ich anders aussah, als die anderen. Ich wurde nicht anders behandelt. Es gab auch keine nervigen Fragen à la "Ist dein Blut auch rot oder fließt Schokolade in dir?" Je älter ich wurde, desto mehr stand diese Frage im Raum.

Je älter ich wurde, desto mehr bekam ich mit, wie die Leute mich anguckten. Nein, sie glotzten mich an, als hätten sie ein Geist gesehen. Sobald sich unsere Blicke trafen, schauten sie weg. Sich darüber zu ärgern ist sinnlos, deswegen lache ich die Leute aus oder schüttle den Kopf. Es ist egal, welche Hautfarbe jemand hat, so lange die Person dir sympathisch rüberkommt, ist der Rest Geschichte.

Trotzdem ist es verletzend mitzukriegen, wie manche Menschen in einer vollen Bahn sich lieber hinstellen und gequält gucken, anstatt sich auf dem leeren Platz neben dir zu setzen. Ich hatte schon so einige komische Begegnungen in meinem Leben, aber die witzigste und nebenbei traurigste war, als mich in der Straßenbahn ein kleines Mädchen anguckte. Sie schien vorher noch nie eine dunkelhäutige Person gesehen zu haben. Die Mutter war währenddessen mit ihrem Handy beschäftigt. Dann sagte das kleine Mädchen lauthals: "Mama, warum wäscht sich diese Frau nicht? Sie sieht so dreckig aus" - an dieser Stelle würde ich gerne von euch wissen, wie ihr als Mutter auf diese Frage eurer Tochter Antworten würdet - was denkt ihr, was die Mutter gesagt hat?

It's Not About Races
Just Places
Faces
Where Your Blood
Comes From
Is Where Your Space Is
I've Seen The Bright
Get Duller
I'm Not Going To Spend
My Life Being A Color

(Michael Jackson)



Sonntag, 6. September 2015

Outfit: Sentinel City Backpack

Backpack. Man konnte gar nicht so schnell gucken, so schnell wie sich das Wetter verändert hat! Von Sommer auf Herbst binnen Sekunden. Nun wird es an der Zeit, den Sommer zu verabschieden und alles, was dazu gehört, in den tiefen unserer Kleiderschränke zu verbannen. Die Temperaturen sind mittlerweile auch um einige Grade gesunken und zwingen uns, die etwas dickeren Kleider herauszusuchen. Schlimm finde ich es überhaupt nicht, aber es ging für mich ein wenig zu schnell. Nichtsdestotrotz bringt es nichts, wenn sich alle jetzt über das Wetter aufregen. Wir hatten schöne Sommertage, an denen wir unseren Sommer it-Pieces ausführen konnten, nun können wir diese Schätzchen in den Winterschlaf schicken.

Dieser Outfit-Post unterscheidet sich, in meinen Augen, sehr von den Outfits, die ich sonst auf dem Blog zeige. Ich durfte mir vor einigen Wochen etwas aus dem Online Shop von Sentinel City aussuchen. Obwohl meine Rucksack-Zeit sehr weit zurück liegt, entschied ich mich gegen ein Kleidungsstück und wählte diesen Rucksack aus. Die Farbe passt sehr gut in den Herbst und kann sich gut kombinieren lassen. Der Schal ist geliehen und gehört meiner besten Freundin. Ich fand die Farben so schön zum Rucksack und außerdem finde ich ihn so toll (vielleicht vermisst sie ihn ja gar nicht). Mit diesem Outfit läute ich den Herbst auf dem Blog ein und freue mich auf tolle Farben wie Olivegrün, Braun, Senfgelb und Dunkelrot. 

Platz ist genug im Rucksack, daher eignet er sich auch gut als Reisebegleiter und kann mit den wichtigsten Sachen vollgepackt werden. Um das ganze noch aufzuwerten, werde ich meine Lieblings-Buttons raussuchen oder mir neue kaufen, die ich dann an den Rucksack anhefte. 

Wie findet ihr solche Rucksäcke? Würdet ihr sie noch tragen oder haltet ihr gar nichts davon? 
Sentinel City *Backpack - Scarf (borrowed from my Bestie) -Zara Jacket, Pants - Pull & Bear Sweater - Nike Internationalist 

*sponsored

Mittwoch, 2. September 2015

Glasses all day every day

Glasses. Jeder von uns hat bestimmte Vorsätze für das neue Jahr, die er/sie gerne umsetzen möchte. Es gibt wirklich viele Vorsätze, doch zwei bis drei sind bei vielen gleich: Mehr Sport. Abnehmen. Gesunde Ernährung. Zu mindestens waren es die Vorsätze, die ich vermehrt gelesen habe. Da ich mich nur schlecht festlegen kann, versuche ich, wie jedes Jahr, meine Vorsätze zurückzuhalten und lasse mich gerne überraschen, was das neue Jahr so mit mir vor hat. Oder bin ich feige und schreibe nur meine Vorsätze nicht auf, aus Angst, sie nicht umsetzen zu können? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht schreibe ich es nur nicht nieder, um mich nicht zu stressen. Um noch Luft zum Atmen haben und das Leben so genießen, wie es kommt.

Eines der Sachen, die ich gerne dieses Jahr ändern wollte, war etwas optisches. Eine Veränderung tut jedem gut, ob er es will oder nicht. Sei es ein neuer Haarschnitt, neue Kleidung, neue Wohnung, Umzug in eine neue Stadt, neue Schuhe. Veränderungen sind gut und sollte man öfters vornehmen. Bei mir wird es langsam aber sicher Zeit für eine neue Brille. Ein neuer Dauer-Accesoire muss her. Ich hatte sogar mit den Gedanken gespielt, mir wieder Kontaktlinsen zu holen oder gar die Augen lasern zu lassen (sollte ich irgendwann im Lotto gewinnen), weil ich einen Moment lang der Meinung war, den Rest meines Lebens ohne Brile verbringen zu wollen. Dieser Moment war ganze zwei Sekunden lang, bis ich wieder zur Vernunft kam. Ich kann mir mich ohne Brille nicht vorstellen und tendiere sogar schon zu einer Brillen-Kollektion. Doch für's erste brauche ich erstmal eine Brille, die ich zu allem tragen kann.

Ich wusste gar nicht, dass man sich Brillen auch zur Probe nach Hause schicken lassen kann, um sich in Ruhe für eine zu entscheiden. Bei Mister Spex fand ich vier tolle Modelle, die ich mir schicken lassen habe. Im ersten Blick sehen die vier Brillen gleich aus: Schwarz. Groß. Dickes Gestell. Die Art von Brille Trage ich mittlerweile seit mehr als 10 Jahren und finde sie genau passend für mich.

Nun seid ihr gefragt: Welche Brille steht mir und soll mich in Zukunft begleiten? Ich habe schon zwei Favoriten, werde sie euch aber erstmal nicht verraten, weil ich gerne wissen möchte, ob ihr der selben Meinung seid wie ich. Es war gar nicht so einfach, Brillen mir Fensterglas zu fotografieren, weil sich alles darin spiegelt. Ganz unten könnt ihr nochmal alle Modelle auf einem Blick sehen und ihr werdet merken, dass sich die Brillen gar nicht so sehr von einander unterscheiden.
Mister Spex Collection Amichai 1066 001
Tommy Hilfiger TH 1271 284
Lozza VL 1939 0700
Tommy Hilfiger TH 1264 4MA